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Patient METHIOS für Patienten und Betroffene
Die Diagnose MRSA wird in fast allen Fällen als Nebendiagnose gestellt. Für betroffene Patienten stellen sich mit der Diagnose Fragen, die in den meisten Fällen unbeantwortet bleiben: Was heißt die Diagnose für meine Gesundheit? Ist MRSA gefährlich? Was kann ich tun?

Auf diesen Internetseiten wollen wir zur Aufklärung zum Thema MRSA und multi-resistente Erreger beitragen. Für Anregungen und Ideen bedanken wir uns im Voraus.

 
Wer oder was ist eigentlich dieser MRSA?
MRSA ist die Abkürzung für ein Bakterium. Bei diesem Bakterium helfen die meisten Arzneimittel (Antibiotika) nicht mehr. Vereinfacht dargestellt kann MRSA zwei Krankheitszustände hervorrufen:

1. Besiedlung von MRSA auf Haut und Schleimhaut
2. Infektion

Bei der Besiedlung befindet sich das Bakterium auf der Haut, häufig auf der Schleimhaut von Nase oder Rachen, und ist für den Patienten zuerst ungefährlich. Es gibt keine Symptome oder Krankheitszeichen die auf MRSA hinweisen könnten (die Besiedlung verläuft "klinisch stumm").
Dies ist der Grund warum in vielen Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen Abstriche in der Nase und im Rachen genommen werden. Man will testen, ob das äußerst resistente Bakterium vorhanden ist. Dies geschieht über mikrobiologische Nachweismethoden.

Wenn MRSA keine Symptome macht, ist er dann überhaupt gefährlich?
Ja! Das Stadium der Besiedlung lässt viele Menschen aus Mangel an besserem Wissen zu der falschen Schlussfolgerung gelangen, MRSA sei ungefährlich. Die Besiedlung ist zuerst ungefährlich - dies ändert sich aber schnell bei einer Infektion. In wenigen Tagen oder Wochen kann sich die gesamte gesundheitliche Situation so dramatisch ändern, dass Gliedmaßen amputiert werden müssen, oder - im schlimmsten Fall - der Patient verstirbt.

Wie kommt es zu einer Infektion?
Haut und Schleimhaut sind wichtige Funktionsträger des Immunsystems. Die Haut verhindert das Eindringen von Bakterien in den Körper. Wird die Haut verletzt - z. B. bei einem Unfall oder bei einer Operation - können die Bakterien in den Körper eindringen und verursachen eine Infektion.

Wie gehen Krankenhäuser mit MRSA um?
Medizinische Einrichtungen sind bemüht, dass Stadium der Besiedlung frühzeitig zu entdecken. In diesem Stadium bestehen die besten Therapiechancen. Es können Arzneimittel gegeben werden, die nebenwirkungsarm das Bakterium abtöten.

Was kann ich gegen MRSA tun?

Vorsorge und Früherkennung sind die besten Maßnahmen zu Ihrem Schutz. Obwohl mittlerweile wissenschaftlich erwiesen ist, dass MRSA zu einer gefährlichen Komplikation für Patienten werden kann, bestehen innerhalb gesundheitlicher Kreise Unsicherheiten. Hier hilft nur Aufklärung und Ihr Wille. Besprechen Sie mit einem Arzt ihres Vertrauens, ob er bei Ihnen eine MRSA-Such-Untersuchung vor Ihrem Krankenhausaufenthalt durchführt. Prävention ist hier die beste Medizin.

Wie sind meine Chancen mit MRSA?
Die Besiedlung mit MRSA beeinträchtigt im Stadium der Besiedlung weder Ihre Lebensqualität noch Ihre Lebenserwartung. Auf der menschlichen Haut leben zahlreiche Bakterien. Die Anzahl der verfügbaren Arzneimittel ist das Problem bei der Behandlung von Patienten mit MRSA. Hier gibt es nur wenige Antibiotika, die helfen, wenn erst einmal eine manifeste Infektion mit MRSA besteht. In der Vergangenheit wurden immer wieder neue Arzneimittel entwickelt, das Bakterium zeigte sich jedoch nach kurzer Zeit auch diesen resistent gegenüber. In einem stark vereinfachten Modell verbildlicht "lernen" die Bakterien gegenüber neuen Arzneimitteln unempfindlich zu werden.

Bei mir wurde MRSA nachgewiesen. Was soll ich machen?
Wenn MRSA in der Nase oder im Rachen nachgewiesen wurde, befinden Sie sich im Stadium der Besiedlung. Ist Ihr Immunsystem intakt, besteht zunächst kein Anlass zur Sorge. Beachten Sie jedoch, dass Sie in Verbindung mit anderen Erkrankungen, wie z. B. der Zuckerkrankheit (Diabetes), ein erhöhtes Risiko für Wundinfektion haben. Auch wenn Sie gesund sind, können Sie das Bakterium auf Menschen mit herabgesetztem Immunsystem, z. B. Kinder oder ältere Menschen, übertragen.
In jedem Fall muss eine Therapie angestrebt werden. Lassen Sie sich dazu von einem Arzt Ihres Vertrauens beraten. Machen Sie sich Stichpunkte mit Ihren Fragen und Befürchtungen bevor Sie Ihren Arzt aufsuchen, damit Sie nichts vergessen. Handeln Sie im Interesse Ihrer eigenen Gesundheit.


 
 
 
 
 

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